Kriegsschrecken - Chronik der Gemeinde Dörfel

Die Chronik der Gemeinde Dörfel wurde in den Jahren 1921 - 1957 von Kurt Jokisch erstellt.
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Kriegsschrecken

Dörfel hatte unter Kriegen zu leiden in den Jahren 1429, 1547, 1632. 1646 lag General Wrangel mit einem Heere in Dörfel und Hermannsdorf. In Dörfel ließ er vier Gehöfte niederbrennen.

1762 zog eine Eskadron schwarzer Husaren unter Rittmeister Franz von Sorini von Tannenberg kommend durch unsern Ort.

1813 war ein Kriegslager - Russen - zwischen Dörfel, Sauwald, Frohnau auf der Frohnauer Höhe.
Die Dörfer Bauern sollten Hafer, Heu und Stroh liefern. Die Einwohner wurden mit Hunden gehetzt, setzten sich mit Mistgabeln und Dreschflegeln zur Wehr. Die meisten Einwohner flohen mit ihrem Vieh in die Wälder. Plünderungen waren an der Tagesordnung. Die neue Schule wurde verwüstet. Der Schenkwirt kommt aus seinem Versteck ins Dorf, um sich nach seinem Besitztum umzusehen, er fällt einer Kontrolle in die Hände, die ihm die neuen Stiefel auszieht. Ein Einwohner wurde am Steigbügel angebunden und mußte den Weg zeigen. Ein Bauer mußte einspannen, Kranke nach Schneeberg zu fahren, unterwegs ließ er sein Fuhrwerk im Stich und floh.

1870 zogen sechs Krieger von Dörfel gegen Frankreich und kamen wohlbehalten in ihre Heimat zurück.

1914/18 zogen etwa 93 aus, von denen 22 geblieben sind.

1939/45 sind gegen 40 nicht wiedergekommen.

1945 am 14.2. wurden durch feindliche Flieger vier Bauerngüter, zwei Wohnhäuser und eine Scheune in Dörfel zerstört.

1. Juli 2011 - Weihe des Denkmals für die Gefallenen, Verstorbenen, Vermissten und Vertriebenen der beiden Weltkriege
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